Mickiewicz und Goethe: Der Teufelspakt als literarisches Motiv
Kurzbeschreibung des Moduls
Im Gegensatz zu den großen russischen (Puschkin, Tolstoi, Dostojewski u.a.), amerikanischen (Poe, Faulkner u.a.) oder französischen (Balzac, Flaubert u.a.) Schriftstellern des 19. und 20. Jahrhunderts sind die beiden polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz {mitzkjewitsch} und Juliusz Słowacki {swowacki} in Deutschland kaum bekannt. Das mag daran liegen, dass deren Werke zu einem Großteil nur im Kontext der nationalen Geschichte – und damit meist nur für Polen selber – verständlich waren und auch sein sollten. Um den deutschen SchülerInnen dennoch den Zugang zum meist verehrten Dichter Polens, Adam Mickiewicz, zu ermöglichen, wird im folgenden Modul das Faustmotiv bei Goethe einer humorvollen Ballade von Mickiewicz gegenübergestellt. Beide Autoren lassen sich darüber hinaus auch im Hinblick auf ihre – wenn auch unterschiedlich geartete – nationale Bedeutung für ihr jeweiliges Land vergleichen. Im August 1829 kam es in Weimar sogar zu einem Treffen beider Schriftsteller, das der Autor Louis Fürnberg im Jahr 1952 in seiner Novelle "Die Begegnung in Weimar" verarbeitete.
Hörtipp: Die Ballade „Pani Twardowska“, gelesen von Olgierd Łukaszewicz (Polnisch) und Manfred Mack (Deutsch) auf der CD zum Lehrwerk „Kneip, Matthias; Mack, Manfred: Polnische Literatur und deutsch-polnische Literaturbeziehungen. Berlin: Cornelsen 2003“.